P-Konto

Das Pfändungsschutzkonto

Eine Kontopfändung ist immer ärgerlich, besonders wenn das Girokonto nicht in ein P-Konto umgewandelt wurde und das Guthaben in voller Höhe gepfändet wird. Denn: Ein "normales" Girokonto bietet keinen Pfändungsschutz! Damit Ihre Gläubiger nur den pfändbaren Teil bekommen, ist die Einrichtung eines P-Kontos bei Ihrer Bank zwingend notwendig. Dazu wird Ihr bisheriges Girokonto einfach in ein Pfändungsschutzkonto umgewandelt. Sobald das Konto umgewandelt wurde, können Gläubiger nur noch auf den pfändbaren Teil zugreifen. Somit ist sichergestellt, dass Sie, wie vom Gesetzgeber beschlossen, weiterhin am Wirtschaftsleben teilnehmen können.

Freibeträge

Der Grundfreibetrag beträgt für Alleinstehende 1073,88 EUR. Diesen können Sie mithilfe einer entsprechenden Bescheinigung unter bestimmten Voraussetzungen erhöhen. Eine Erhöhung ist möglich bei

  • unterhaltspflichtigen Personen z.B. Ehegatten, Kinder
  • wenn Sie Sozialleistungen für andere beziehen
  • Kindergeld auf Ihr Konto überwiesen wird und/oder
  • Sie erhöhte monatliche Ausgaben aufgrund einer Gesundheitsschädigung haben.
  • Einmalige Nachzahlung von Sozialleistungen (z.B. für mehrere Monate)

Mit unserem Rechner können Sie schnell Ihren Freibetrag ermitteln.



unterhaltspflichtige Personen


Höhe Kindergeld (in EUR)


Sozialleistungen für Dritte (in EUR)

Mehraufwand
Gesundheitsschädigung (in EUR)


Kontopfändung

Wenn Ihr Konto bereits gepfändet wurde, empfiehlt es sich schnellstens aktiv zu werden. Der Schutz des P-Kontos gilt nämlich auch für Pfändungen, die der Bank bis zu vier Wochen vor Kontoumwandlung zugestellt wurden.

P-Konto einrichten

Die Umwandlung eines Girokontos in ein P-Konto können Sie bei Ihrer Bank beantragen. Wir stellen Ihnen eine entsprechende Bescheinigung zur Vorlage bei der Bank aus, damit Sie die Höhe der unpfändbaren Beträge nachweisen können. Wir nehmen uns die Zeit und beraten Sie zudem umfassend über die Modalitäten eines P-Kontos. Die Beratung und Ausstellung der Bescheinigung ist für Sie kostenlos. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf und vereinbaren Sie einen Termin. Wir helfen Ihnen!

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FAQ

Seit dem 01. Januar 2012 ist das Kontoguthaben ausschließlich auf einem P-Konto geschützt. Bei akuter Gefahr einer Pfändung empfiehlt sich die Einrichtung eines solchen Kontos bei Ihrer Bank. Sofern Sie in einer soliden finanziellen Lage sind, empfiehlt sich die Umwandlung eines Girokontos in ein P-Konto aber nicht.
Nein, jede natürliche Person hat in Deutschland nur Anspruch auf ein Pfändungsschutzkonto.
Die Umwandlung eines Girokontos in ein P-Konto ist nur für Einzelkonten möglich. Sofern ein Gemeinschaftskonto geführt wird, sollte, sobald mit Pfändungen zu rechnen ist, jeweils ein Einzelgirokonto eröffnet werden.
Keine Panik! Der Schutz eines P-Kontos umfasst auch Kontopfändungen, die der Bank bis zu vier Wochen vor Umwandlung zugestellt wurden.
Ihre Bank muss die Umwandlung eines Girokontos in ein P-Konto spätestens nach vier Werktagen vornehmen.
Die Umwandlung Ihres bisherigen Girokontos in ein P-Konto muss von der Bank kostenlos durchgeführt werden.
Sie haben, anders als bei der Umstellung, keinen Anspruch auf eine kostenfreie Kontoführung. Die Kontoführung darf jedoch nicht teurer werden als zuvor. Dies entschied der Bundesgerichtshof mit seinem Urteil vom 16. Juli 2013 (Aktenzeichen: XI ZR 260/12).
Der Grundfreibetrag für Alleinstehende beträgt 1073,88 EUR. Diesen können Sie mithilfe einer entsprechenden Bescheinigung unter bestimmten Voraussetzungen erhöhen. Eine Erhöhung ist möglich bei
  • unterhaltspflichtigen Personen,
  • wenn Sie Sozialleistungen für andere beziehen,
  • Kindergeld auf Ihr Konto überwiesen wird und/oder
  • Sie erhöhte monatliche Ausgaben aufgrund einer Gesundheitsschädigung haben.
Für die erste unterhaltspflichtige Person, der Sie per Gesetz zum Unterhalt verpflichtet sind, erhöht sich der Freibetrag um 404,16 EUR. Für jede weitere unterhaltspflichtige Person erhöht sich der Freibetrag um 225,17 EUR.
Das ist abhängig von Ihrer Bank. Die Bank muss Sie also informieren, bis wann die bescheinigten Beträge berücksichtigt werden. Vor Ablauf der Bescheinigung, sollten Sie rechtzeitig aktiv werden und eine Folgebescheinigung bei Ihrer Bank vorlegen.
Ihr P-Konto behält weiter seine Gültigkeit und muss nicht mehr vom Treuhänder freigegeben werden. Sie können als Kontoinhaber weiterhin über die nichtpfändbaren Beträge verfügen.